Es gibt ein Käuferprofil, das auf dem VTC-Markt schneller wächst als jedes andere: das derjenigen, die niemals selbst fahren wollen. Sie kaufen die Lizenz wie eine Gewerbeimmobilie, übertragen sie an jemanden, der das Geschäft betreiben kann, und erhalten vertraglich vereinbarte monatliche Mieteinnahmen. Das Modell funktioniert – und gerade weil es funktioniert, lohnt es sich, es anhand der tatsächlichen Zahlen und unter Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken zu erläutern.
Das Referenzbeispiel
Der auf invertir veröffentlichte Vergleich verwendet einen typischen Fall mit aktuellen Marktdaten: eine Lizenz im Wert von 60.000 € – im Bereich von Valencia oder Sevilla gemäß dem Index vom Juli 2026 – verpachtet an einen Betreiber mit einer indikativen Nettomiete von 1.100 € pro Monat nach Abzug der Verwaltungskosten. Das sind 13.200 € pro Jahr: eine Brutto-Referenzrendite von 22 % auf den Kaufpreis der Immobilie, vor Steuern und Leerstandszeiten.
Bei der Direktvermietung – Sie als Vermieter, ohne Verwaltungsaufwand – liegt der Marktpreis heute je nach Provinz zwischen 1.500 und 2.200 € pro Monat: Sevilla im unteren Bereich, Valencia bei etwa 1.900 €, Madrid und Barcelona im oberen Bereich. Bezogen auf den Wert der Immobilie entspricht dies etwa 2–3 % monatlich brutto. Man sollte die beiden Zahlen nicht verwechseln: Die erste ist der Nettoertrag nach Abzug der Vermittlerprovision; die zweite ist der Bruttoertrag, in dem der Aufwand des Vermieters – Verträge, Inkasso, Störfälle – bereits enthalten ist.
Und das ist keine Theorie aus einer Broschüre: Der letzte im öffentlichen Register eingetragene Mietvertrag wurde in Madrid zu 2.100 € pro Monat nach 39 Tagen auf dem Markt unterzeichnet (Juli 2026).
Der Vergleich, den jeder insgeheim anstellt: Und eine Wohnung?
Das Profil derjenigen, die eine Lizenz zum Vermieten erwerben, stammt fast immer aus der Immobilienbranche, also lassen Sie uns den Vergleich explizit anstellen. Angesichts der Bruttorenditen von Wohnimmobilien in den großen Hauptstädten – in der Regel im einstelligen Bereich – liegt die Referenzrendite der Lizenz von 22 % weit davon entfernt. Der Nachteil, denn den gibt es immer: Die Wohnung ist ein Sachwert mit einer jahrhundertelangen Marktgeschichte und geringem regulatorischem Risiko; die Lizenz ist ein administrativer Vermögenswert, dessen Wert davon abhängt, dass die regulierte Knappheit und die Nachfrage nach der Plattform auf dem aktuellen Niveau bleiben. Höhere Rendite ist hier wie überall der Preis für ein höheres Risiko – der Unterschied besteht darin, dass in diesem Markt das Risiko dokumentiert und veröffentlicht ist und nicht verborgen bleibt. Die vollständige Anlagethese mit ihren Nachteilen findet sich im Leitfaden.
Das Risiko liegt nicht in der Miete, sondern in der Gegenpartei
Das Modell hat einen einzigen relevanten Schwachpunkt, und das ist nicht der Preis der Lizenz: Es ist wer sie betreibt. Ein Mieter, der 100 € mehr zahlt, aber schlecht wirtschaften, gibt Ihnen den Vermögenswert mit Strafen und einer gefährdeten Genehmigung zurück; ein falsch prognostizierter Zahlungsausfall bedeutet monatelange Mietausfälle (was tun, wenn das passiert).
Deshalb veröffentlicht das Netzwerk der geprüften Betreiber die Daten, auf die ein Investor vor der Miete achten sollte. Derzeit gibt es drei Betreiber mit insgesamt 70 Fahrzeugen: Meridiana Fleet in Madrid (24 Fahrzeuge, 87 % Auslastung), Levante Mobility auf der Strecke Valencia–Alicante (15 Fahrzeuge, 82 % Auslastung, spezialisiert auf 24-monatige Überlassungen an Investoren) und Sur Drivers auf der Strecke Málaga–Sevilla (31 Fahrzeuge, seit acht Jahren mit Lizenzen Dritter tätig). Die von ihnen gemeldeten Umsätze – 6.500–7.100 € pro Monat und Fahrzeug – sind die Grundlage für die Mieteinnahmen: Ein Betreiber, der diesen Umsatz erzielt, kann Ihre Miete zahlen; wer dies nicht nachweisen kann, macht nur Versprechungen.
Für diejenigen, die das ungünstigste Szenario vertraglich festschreiben möchten, gibt es die garantierte Miete: eine vertraglich garantierte monatliche Mindestrente für 24 Monate durch einen geprüften Betreiber, die im Lizenzzertifikat selbst vermerkt ist. Es handelt sich nicht um eine feste Miete – es ist ein Vertrag mit einer Gegenpartei –, aber es kommt dem auf diesem Markt am nächsten.
Was dir die Broschüre verschweigt (und wir schon)
- Die Miete ist brutto. Ziehe die Mehrwertsteuer und die für deinen Fall geltenden Steuern (wie die Miete besteuert wird), die Genehmigungsgebühren, die Verwaltungsgebühren sowie die Leerstandsmonate zwischen den Mietern ab.
- Die Immobilie erfordert administrativen Aufwand. Genehmigung, Versicherung und zugewiesener Fahrzeug bleiben in der Verantwortung des Eigentümers; der Vertrag muss diese Verpflichtungen schwarz auf weiß festlegen (die Anforderungen).
- Liquidität ist vorhanden, muss aber erst erarbeitet werden. Die jüngsten Abschlüsse im Register dauerten 43–63 Markttage. Eine Lizenz mit solventem Mieter und dokumentierter Miete lässt sich besser und schneller verkaufen – es handelt sich um ein Anlageprodukt, nicht um eine Anzeige.
- Das regulatorische Risiko ist real und je nach Gebiet unterschiedlich: Man kauft ein Gebiet, nicht nur Papier. Die Situation nach Provinzen, mit Quelle und Datum, finden Sie auf der Regulierungskarte.
Wo man anfängt
Wählen Sie eine Provinz anhand des Index aus, vergleichen Sie die zu erwartende Miete mit dem Rentabilitätsrechner und sehen Sie sich ausschließlich verifizierte Lizenzen an – mit Nachweisen oder direkt mit gesicherter Miete – auf dem Marktplatz. Der Investor, der nicht selbst am Steuer sitzt, hat nur ein einziges Arbeitsinstrument: die Daten. Nutzen Sie sie.